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Übung und Ausbildung StĂŒtzpunktwesen

St. Lorenz: Erfahrungsaustausch von 16 Drohnengruppen

Christian Stoxreiter zur Übersicht

St. Lorenz, 27. Februar 2026 – Am Freitagabend fand im Feuerwehrhaus St. Lorenz ein umfangreicher Erfahrungsaustausch der Feuerwehr und Rot Kreuz Drohnengruppen statt. Insgesamt 16 Drohnengruppen mit rund 40 Teilnehmern aus Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Niederösterreich sowie aus dem benachbarten Bayern nahmen an der Veranstaltung teil.

Ziel des Treffens war der organisations‑ und bundeslĂ€nderĂŒbergreifende Austausch von Einsatz‑, Übungs‑ und Ausbildungserfahrungen im Bereich des Drohneneinsatzes bei Feuerwehr und Blaulichtorganisationen. Veranstaltet wurde der Erfahrungsaustausch durch die Drohnengruppe des Abschnitts Mondsee, die zahlreiche FachbeitrĂ€ge koordinierte.

3 K Grundsatz des Krisenmanagements wird gestÀrkt

„Dieser interessante Erfahrungsaustauch dient nicht nur dem Wissensaustausch, sondern auch der Vertiefung der organisationsĂŒbergreifenden Beziehungen und zahlt in den „3K“ -Grundsatz des Krisenmanagements - In der Krise Köpfe kennen - ein."

Der Grundsatz „In der Krise Köpfe kennen“ ist eine Maxime im Krisenmanagement und Katastrophenschutz, die besagt, dass funktionierende Netzwerke und persönliche Beziehungen zwischen den EntscheidungstrĂ€gern entscheidender fĂŒr die KrisenbewĂ€ltigung sind als reine PlĂ€ne.

Breites Themenspektrum aus der Einsatzpraxis

Im Mittelpunkt standen praxisnahe Berichte aus realen EinsĂ€tzen und Übungen. Behandelt wurden unter anderem:

  • Drohneneinsatz bei PV‑DachstuhlbrĂ€nden, SilobrĂ€nden und FlurbrĂ€nden
  • Personensuche und FlĂ€chensuche unter schwierigen Bedingungen
  • Erfahrungen mit Vereisung von Drohnen bei WintereinsĂ€tzen
  • Zusammenarbeit mit Polizei, Rotem Kreuz und Hubschraubern
  • Kommunikation bei KAT‑Übungen, Videostreaming und Live‑Lagebilder
  • Einsatz mehrerer Drohnen gleichzeitig sowie FĂŒhrung und Koordination

Ein besonderer Fokus lag auf der einsatzorganisationsĂŒbergreifenden Zusammenarbeit und der Frage, wie Kommunikation und FĂŒhrungsstrukturen bei parallelem Einsatz mehrerer Drohnen weiter optimiert werden können.

Technische Neuerungen und Ausbildung

Neben Einsatzberichten wurden auch technische Entwicklungen vorgestellt. Dazu zĂ€hlten Informationen zu aktuellen DJI‑Systemen, die PrĂ€sentation neuer Drohnenmodelle sowie Erfahrungswerte zu 5G‑Anwendungen, Flight‑Hub‑Lösungen und Live‑Übertragungssystemen fĂŒr die Einsatzleitung.

Kameradschaftlicher Ausklang

Der fachliche Teil wurde durch offene Diskussionsrunden ergÀnzt, in denen VerbesserungsvorschlÀge und Erfahrungen ausgetauscht wurden. Den Abschluss bildete ein kameradschaftlicher Ausklang in der Mostschenke Hussenbauer, der den persönlichen Austausch weiter vertiefte.

Der Erfahrungsaustausch in St. Lorenz zeigte eindrucksvoll, welchen hohen Stellenwert Drohnen als FĂŒhrungs‑ und AufklĂ€rungsmittel im modernen Feuerwehrdienst mittlerweile einnehmen – und wie wichtig der regelmĂ€ĂŸige Wissenstransfer ĂŒber Bezirks‑ und Landesgrenzen hinweg ist.