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Einsätze

Zell am Moos: Personenrettung am Irrsee – Eiseinbruch

Christian Stoxreiter zur Übersicht

Am Ostufer des Irrsees kam es heute Nachmittag zu einem Eiseinbruch. Zwei Eisläuferinnen brachen rund 150 Meter vom Ufer entfernt durch die zu dünne Eisdecke.

Eine der Frauen konnte sich selbstständig auf das Eis retten und alarmierte die Einsatzkräfte. Die zweite Person war dazu nicht in der Lage und hielt sich im eisigen Wasser über der Oberfläche.

Die erstankommenden Einsatzkräfte versuchten, zu den verunfallten Personen vorzudringen, brachen aufgrund der instabilen Eisdecke jedoch wiederholt selbst ein. Der zeitgleich alarmierte Rettungshubschrauber Christophorus 6 setzte sich knapp über die Wasseroberfläche, sodass sich die Besatzung für die Rettung zu den beiden Frauen abseilen konnte.

Eine Person wurde am Ufer an den Rettungsdienst übergeben, die zweite Frau zur weiteren medizinischen Abklärung mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

Im Einsatz:

FF Zell am Moos, FF Oberhofen, Wasserrettung Loibichl, Wasserrettung Mondsee, Wasserrettung Wallersee, Rotes Kreuz, Polizei sowie der Rettungshubschrauber C6

! Das Betreten von Eisflächen ist lebensgefährlich – auch scheinbar tragfähiges Eis kann jederzeit einbrechen !

TEXT: FF Zell am Moos, Fotos: Team Fotokerschi/M. Kaltenleitner, FF Zell am Moos

Pressemeldung der Polizei:

"Polizisten aus Mondsee wurden am 21. Jänner 2026 kurz vor 16 Uhr zu einem Unfall am Irrsee beordert, da zwei Personen im Eis eingebrochen waren. Schon von Weitem war eine mit den Händen winkende Frau zu sehen, die sich zirka 200 Meter vom Ufer entfernt auf dem Eis befand. Daneben befand sich eine weitere Person, die sich bereits im Wasser befand und versuchte, wieder an Land zu gelangen. Die Polizisten versuchten zuerst vergeblich, mit einem SUP-Board zur Einsturzstelle zu gelangen; bei dem Rettungsversuch brach auch ein Polizist in das Eis ein. Daraufhin versuchte die Feuerwehr mit einem Boot über das Wasser zur Unfallstelle zu gelangen; dies misslang ebenfalls, da eine leichte Eisschicht den See bedeckte und dadurch kein weiterkommen möglich war. Nach wenigen Minuten traf ein Rettungshubschrauber an der Unfallörtlichkeit ein. Die Crew des Hubschraubers konnte die beiden Verunfallten aus dem Wasser bzw. der Unfallstelle retten.

Die 56-Jährige aus dem Bezirk Vöcklabruck wurde mit einer starken Unterkühlung mit dem Rettungshubschrauber in das LKH Salzburg geflogen, die 49-Jährige, die ebenfalls aus dem Bezirk Vöcklabruck stammt, wurde mit dem Rettungswagen in das LKH Salzburg gebracht.

Bei dem Einsatz waren zirka zehn Personen der Rettung, ein Notarzt, 15 Personen der Wasserrettung, zirka 34 Personen der Feuerwehr und vier Polizeibeamte beteiligt."

Video vom Team Fotokerschi

Ein Appell an die Bevölkerung, bitte geht nicht auf das Eis, auch scheinbar tragfähiges Eis kann aktuell jederzeit einbrechen!